PropTech

BR PhotoArt PropTech

Transformation der Immobilienbranche

Der Begriff PropTech -Property Technology- steht für immobilienspezifische technologische Entwicklungen. Die sogenannten PropTechs sind Unternehmen, meist StartUps, die immobilienwirtschaftliche Dienstleistungen optimieren, indem sie neueste Kommunikationstechnologien anwenden oder Geschäftsprozesse effizienter machen. Die Lösungen richten sich dabei an Unternehmer als auch an Privatpersonen. 

Die Digitalisierung der Immobilienbranche ist in vollem Gange und betrifft alle Bereiche: Die Kunden- und Objektakquise, das Marketing, den Vertrieb, die Verwaltung, den Verkauf, das Investment und natürlich die Immobilie an sich. Warum auch sollte es nicht so sein? Denn die Digitalisierung findet bekannter Weise in allen Bereichen statt.

Das Angebot ist entsprechend breit gefächert. Es gibt Services für Immobilieneigentümer, für Immobilienunternehmen jeglicher Art und natürlich für Interessenten, also Personen oder Unternehmen, die auf der Suche nach Grundstücken, Gebäuden oder Flächen zum Kauf oder zur Miete sind. 

Die Komplexität der Immobilienbranche liefert ein breites Spektrum an neuen Ideen und Services, das von anderen Tech-Branchen, FinTechs (Finanzbranche) oder HealthTechs (Gesundheitsmarkt), kaum zu überbieten ist.

Entsprechend ist das Angebot groß. Die Angaben zur Anzahl der PropTech Unternehmen in Deutschland schwankt bei den jeweiligen Anbieter von Übersichten von rund 230 - 300 Unternehmen (Stand September 2018). 

PropTech-Online-Kongress

4.-6.Oktober 2018 und Fortführung Ende Oktober 2018. Das Event rund um die ExpoReal

PropTech Kategorien

  • Immobilienportale
  • Immobilienportale mit Schwerpunkt temporäre Vermietung
  • Service für Eigentümer
  • Services für Interessenten
  • Immobilienverwaltung /-management
  • Visualisierung, Augmented Reality
  • Immobilieninvestment
  • SmartBuilding

Neben den großen Immobilienportalen wie Immobilienscout24 und Immowelt, die den Markt revolutionierten als das Internet begann, drängen Immobilienportale auf den Markt, die sich auf bestimmte Zielgruppen fokussieren und den gesamten Prozess vom Inserat bis zur Vermietung digitalisieren. Im privaten wohnwirtschaftlichen Bereich bieten hier sogenannte Matchingbörsen den Wohnungssuchenden und den Immobilieneigentümern den automatisierten Prozess bei der Wohnungsvermietung an. Andere Portale haben sich auf die temporäre Vermietungen von möblierten Wohnungen für Studenten oder Geschäftsreisenden spezialisiert oder bieten den Service der stundenweisen Anmietung von Arbeitsplätzen an. Wie schon im Beitrag Arbeit 4.0 erwähnt, handelt es sich um Desksharing und CoWorking Spaces innerhalb bestehender Büroräume, aber auch modernisierte oder neue Bürogebäude, die sich der temporären Vermietung widmen, entstehen. Im Handel wird die temporäre Vermietung unter dem Begriff der PopUp Stores behandelt.

Selbstverständlich liefern die PropTechs auch für den Verkauf von Immobilien moderne und kommunikationsstarke Portale und Apps.

Viele PropTechs widmen sich der schnelleren und zielgerichteten Abwicklung von Geschäftsprozessen bei der Immobilienverwaltung, die vor allem eine Steigerung der Effizienz bieten, Kosten einsparen und somit zu einer höheren Rentabilität führen. Schon alleine die Beseitigung des Dokumentenchaos durch digitale Datenräume liefert eine transparente Immobilie und führt zu einem reibungslosen Verkauf.

Bei der Vermarktung von Immobilien hat die Visualisierung einen hohen Stellenwert eingenommen. Die Angebote reichen von Panoramafotografie, Luftbilder, 3D Modellen bis hin zu visuellen Begehungen, die dem Makler, Eigentümer und auch Interessenten einen erheblichen Zeitgewinn liefern können. Immobilienvermarkter, die mit diesen visuellen Marketingtools agieren, können sich einen Wettbewerbsvorteil sichern.

Bei der Finanzierung von Immobilienprojekten spielen Crowinvesting Plattformen eine bedeutende Rolle. Sie bieten Kleinanlegern effiziente und vorteilhafte Abwicklung dadurch, dass alle notwendigen Informationen und Interaktionen schnell und zielgerichtet übertragen werden, ohne dabei die gesetzlichen Schutzbedürfnisse zu missachten. 

Neben dem Angebot von immobilienspezifischer Software, die Benutzerfreundlichkeit, Mobilität und neue Kommunikationswege zusammenbringt, kann selbst der Handel von Immobilien automatisiert und der Investitionsprozess digitalisiert werden. 

Und nicht zuletzt bieten die PropTechs die Digitalisierung der Immobilie an, im einzelnen sind dies die Aufgaben des Internets of Things, die auch im Beitrag über die Kommunikation oder im Lexikon der Digitalität erläutert sind. Ein automatisches Regulieren von Alltagsgegenständen, die mit Internetadressen versehen, untereinander verknüpft sind.

Weitere spannende Änderungen für Mieter, Vermieter, Eigentümer, Makler, Kapitalanleger und Unternehmen werden sich durch PropTech ergeben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.