Kommunikation

Was ist Digitalisierung *BR PhotoArt *Kommunikation

Yoah, das ist erst Mal ein Wort, worüber wir nicht nur einen Beitrag, sondern gleich viele Bücher schreiben könnten. Betrachten wir hier einmal nur den Wandel der Kommunikation durch die digitale Welt.

Befassen wir uns zuerst mit dem Ursprung des Wortes. Aus dem Französischen kommend, war damit ein Verbindungsweg innerhalb von Festungen gemeint, ein "gedeckter Weg", der vom Feind nicht eingesehen werden konnte; und der Ursprung aus dem Lateinischen ist die Mitteilung, ein Austausch von Informationen. Wir finden es sehr interessant und schön, dass Kommunikation etwas mit Schutz zu tun hat und einer Verbindung.

Die Verbindung zwischen Sender und Empfänger ist unmittelbar. Durch die Digitalisierung hat sich gewaltig etwas verändert und wir verwenden zur Verdeutlichung die Begriffe aus dem Marketing oder der Wirtschaftsbranche. Der Sender heißt dann Kommunikator und der Empfänger ist der Rezipient. Der Machtwechsel vom Kommunikator zum Rezipienten ist wie bei einer Revolution von statten gegangen.

Das Internet

Begonnen hat der Machtwechsel durch das World Wide Web.          

Das Internet wurde 1989 kommerziell. Im Jahr als in Deutschland die Mauer fiel, startete das Web 1.0. Die Kommunikation hat sich zu dem Zeitpunkt noch nicht viel verändert. Die Kommunikatoren, also die Unternehmer konnten mehr oder weniger weiter im Monolog kommunizieren. Ich Anbieter | Du kaufen! Die Werbung aus den Printmedien oder aus dem Fernsehen wurde eigentlich nur ins Internet verlagert. Die Einbahnstraße blieb.

Mit dem Zeitalter Web 2.0 zum neuen Jahrtausend wendete sich die Macht zum Rezipienten hin, das sagt ja auch eigentlich schon der Name: man spricht vom Sozialen Netz oder Social Web. Jetzt sprach auf einmal jeder mit jedem. Der Austausch unter den Kunden ist seitdem unmittelbar mit Jedermann im Netz möglich, nicht mehr nur in der Kneipe, auf der Straße oder am Arbeitsplatz und nicht mehr nur unter Freunden und Bekannten. Das Neue daran ist, dass die Verbindung zwischen den Rezipienten öffentlich ohne den Kommunikator erfolgt. Die Kunden hatten die Kommunikationshoheit übernommen! Der nächste Wandel kam 2007!

Mit dem Launch des iPhones von Apple begann die Ära des mobilen Internets. Das Smartphone wurde die Schaltzentrale unseres Lebens und wie schon im Beitrag über die Industrielle Revolution geschrieben, können sich 71 % der Deutschen kein Leben mehr ohne Smartphone vorstellen (Quelle: Bitkom Studie 2017). Das Smartphone als unsere Nabelschnur? Ja!

Seit dem Web 3.0 fokussiert sich die Kommunikation auf den einzelnen. Mit Hilfe von Big Data gelingt den Kommunikatoren dabei eine immer besser personalisierte Kommunikation und eine in Echtzeit.

Ein Praxisbeispiel ?

Big Data hilft den richtigen Kunden im richtigen Moment über das richtige Angebot zu informieren. Den Fastfood-Liebhaber im Moment des „Vor-dem-Laden-stehens“ mit dem Angebot einen Burger für 1 € zu erhalten (über Push Nachricht über das Smartphone) und im Gegensatz dazu den Café Liebhaber über den Gratis-Kaffee zu informieren. Zielgerichtete Botschaft pass genau für den Rezipienten.

Die Kommunikation hatte sich von „Masse“ zu „Individuell“ gewandelt. Man bezeichnet das Web-Zeitalter passend wie folgt:

  • Web 1.0 | one to many
  • Web 2.0 | everybody to everybody
  • Web 3.0 | one to one
  • Web 4.0 | everything to everything

Internet of Things | IoT

Fehlt jetzt noch die Erklärung zum Internet der Dinge, dem Web 4.0. Wer oder was kommuniziert denn da miteinander? Es sind Gegenstände. Smarte Objekte, die durch das Internet miteinander verbunden und mit künstlicher Intelligenz ausgestattet sind.

Fällt dir bei dem Wandel etwas auf? Die Zeitspannen werden immer kürzer, die Entwicklung geht immer schneller von statten. Du hast wahrscheinlich als Unternehmer Web 3.0 noch nicht umgesetzt, da folgt schon Web 4.0. Du kannst also sehr schnell den Anschluss verlieren und das tun auch die Ersten. Ein Großteil der Unternehmer hält sich noch im Zeitalter Web 2.0 auf. Ein Indiz gibt hierzu die große Nachfrage nach Agenturen, die Suchmaschinenoptimierung anbieten. Zwischenzeitlich befinden wir uns aber schon längst im Zeitalter Web 4.0 - Ups.

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Zero Moment of Truth

Bis dato gab es moment of truths, auf deutsch : Momente der Wahrheit. Darunter versteht man den Moment, indem sich Kunden bei der Begegnung mit einem Unternehmen eine Meinung bilden.

Nachdem sich durch das Internet unser Kaufverhalten massiv verändert hat, fehlte der Zero Moment in der gängigen Auflistung. Das Unternehmen Google hat insofern den Moment, indem Kunden beginnen sich im Internet über ein Unternehmen zu informieren, den Zero Moment of Truthzugefügt.

Dieser erste kritische Punkt innerhalb der costumer journey (Kundenreise) liegt weit vor der Kaufentscheidung, weit bevor du als Unternehmer mit dem Kunden kommunizierst. Dieser Zero Moment of Truth (ZMOT) entscheidet auch darüber, ob du es je tun kannst. Denn ob der Kunde in Kontakt mit dir tritt oder nicht, entscheidet er auf Grundlage der Word of Mouth (WoM), der Mundpropaganda, den Empfehlungen, die er im Internet über dich liest.

Wann wird er etwas über dich lesen? Ganz klar, wenn du bei deinen Kunden Emotionen auslöst. Negative und Positive.

Was ist zu tun?

Analog zum § 4 des Kölschen Grundgesetz "Wat fott es es fott", was so viel bedeutet wie „ Jammere den Dingen nicht nach“ möchten wir dir mit auf den Weg geben, die neue Kommunikation anzuwenden, kein Bruch zwischen Offline und Online zu zu lassen. Nicht entweder oder sondern sowohl als auch. Begeistere deine Kunden, denn sonst wirst du nicht empfohlen. Sei besser als das Mittelmaß, denn Mittelmaß wird nicht geliked.

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