Webseite überarbeiten: Frage dich zuerst nach deiner Online-Strategie -
August 9, 2021

Webseite überarbeiten: Frage dich zuerst nach deiner Online-Strategie

Minuten Lesezeit

Nachdem ich vor knapp einem Jahr begonnen habe die ersten Workshops für die Immobilienbranche online anzubieten, habe ich mich immer wieder gefragt, ob ich mich auf die Branche spezialisieren soll oder nicht. Ich weiß eine Nische zu haben ist gut. Doch wie groß soll die Nische sein und ist mein Thema "Digitalität" nicht ein Thema, dass jedes Unternehmen braucht? Außerdem will ich vielen helfen und sie begleiten und so kann ich es doch allen Solopreneuren und Kleinen Unternehmen anbieten.

Jetzt kommt das Aber....,

  • die Nische "aller kleinen Unternehmen" ist riesig
  • ich kann nicht die Sprache aller dieser Unternehmen sprechen
  • die Konkurrenz ist groß
  • es wird länger dauern bis man mich als Expertin wahrnimmt
  • ich habe langjährige Erfahrung in der Immobilienbranche 
  • ich war bereits 2013 Gründerin eines PropTech Unternehmens

Die Positionierung ist entschieden

Nicht ist so beständig wie der Wandel. Die Natur lebt es in den vier Jahreszeiten vor. In dem Sinne verkünde ich heute, dass meine Zielgruppe die Immobilienbranche ist. Wer die Branche kennt, weiß das selbst diese Branche riesig ist.

Der Zentrale Immobilien Aussschuss berichtet auf seiner Internetseite "dass mit knapp 837.000 Unternehmen und rund 3,3 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten die Immobilienwirtschaft nicht nur einer der größten Wirtschaftszweige Deutschlands, sondern mit einer Zunahme an Beschäftigung und Wertschöpfung auch eines der dynamischsten Wachstumsfelder ist.. Die Branche vereinigt über 25 % aller Unternehmen und rund 10 % aller Beschäftigten auf sich. Mit über 619 Milliarden Euro trug die Immobilienwirtschaft 20 % zur gesamten Bruttowertschöpfung in Deutschland 2020 bei. Sie ist damit wesentlich größer als der Fahrzeugbau, dessen Wertschöpfung 2018 bei 153 Milliarden Euro lag."

Selbst auf die Branche bezogen, habe ich noch eine riesige Auswahl für meine spezielle Zielgruppe. Ich verrate, dass mein nächstes Produkt speziell für Immobilienmakler*innen ist.

Erst wenn deine Positionierung klar ist,
starte oder überarbeite deine Internetseite

Yeah, das habe ich also jetzt entschieden und kann meinen Internetauftritt überarbeiten. Und dabei gehe ich wie folgt vor und frage mich zu jeder Seite, die ich bearbeite zwei Fragen:

1.Wo kommt der Besucher her?

Auf diese Frage gibt es ziemlich viele Antworten und entsprechend viele Möglichkeiten.

Besucher meiner Internetseite landen ja auf unterschiedliche Unterseiten und nicht immer auf der Startseite meiner Homepage. Letzteres passiert meist per Direktaufruf, wenn man mich persönlich kennengelernt oder eine Visitenkarte erhalten hat. Entsprechend informiere ich auf der Startseite, was ich tue.

Die Headline ist hierbei sehr wichtig, so dass sich meine Zielgruppe sofort angesprochen fühlt und diejeniegen, die nicht dazugehören, erkennen, dass sie hier falsch sind. Ein langes Suchen ist nämlich kontraproduktiv.

Mir geht es leider oft bei dem Besuch einer Internetseite so, dass ich nicht verstehe, um was es dort überhaupt geht. Ich scrolle und suche nach Antwort und wenn ich diese nicht schnell genug finde, verlasse ich die Seite als "für mich unrelevant".

Bei der Antwort und Headline muss es konkret und leicht verständlich sein.

Dabei reicht es zum Beispiel nicht aus "Wir vermarkten Immobilien" auf der Startseite zu schreiben. Das muss konkreter sein. Sonst fragt sich der Besucher "Welche Art von Immobilien?" oder "In welcher Region?" oder "Verkauf oder Vermietung" oder "Für private oder für gewerbliche Kunden?", etc., etc.

Der Besucher kann aber auch über eine Werbeannzeige auf meiner Internetseite landen. Dann soll er bitte nicht auf der Startseite landen, sondern auf das jeweilige Thema, das in der Anzeige angesprochen wurde. In der Anzeige empfehle ich auf ein Problem oder Wunsch des potentiellen Kunden einzugehen und dann auf eine Seite zu verlinken mit der entsprechenden Lösung. Diese Seite muss nicht unbedingt in der Navigation der Internetseite enthalten sein. Sie kann völlig frei davon veröffentlicht werden.

Diese Anzeige kann von einem Social Media Kanal oder von einem Branchenportal aufgerufen werden. Nichts anderes als eine Anzeige ist ja ein Exposé auf einem Immobilien-Suchportal. Den fatalen Fehler, den Immobilienmakler*innen in der Vergangenheit gemacht haben ist, dass sie keine eigenen Exposéseiten erstellt haben, sondern lediglich die "gespiegelten" Seiten der Portale nutzten. Der Traffik und somit die Reichweite ging an die Portale und nicht an die Makler-Internetseite. Google nahm dies wahr und spielte nur noch die Immobilien-Portalseiten aus und die Immobilienmakler*innen gingen leer aus.

Die Strategie im Internet

Wenn man als Immobilienmakler*in mit Immobilien-Suchportalen arbeiten will, ist das okay. Wenn nicht, benötigt man eine andere Strategie und insbesondere eigene Exposéseiten.

Nur dann kann z.B. ein potentieller Käufer, der eine Villa in München erwerben will, bei der Eingabe der Wörter "Villa - München - Kauf" ein entspechendes Angebot direkt bei einem Immobilienmakler*in finden. Wenn ein Immobilienmakler*in keine eigene Exposéseite hat, dann landet der Suchende automatisch bei einem Immobilien-Suchportal und gewöhnt sich an, sofort das Portal aufzurufen - ohne Umwege über Google. So geschehen in der Vergangenheit.

Jedoch sind Anbietende und Suchende immer mehr von den Portalen genervt und so lohnt sich ein Umdenken.

Im aktuellen Newsbeitrag von Xing geht es um die Entscheider beim Kauf vom Eigentum mit dem Ergebnis, dass die Frauen den entscheidenden Impuls geben. Was liegt also näher, als die Suchmaschine Pinterest zu nutzen, wenn man als Immobilienmakler*in im privatwohnwirtschaftlichen Bereich tätig ist. Laut den Pinterest Audience Insights sind nämlich 71 % aller Nutzer*innen weiblich, 23 % männlich und 6 % haben keine Informationen zum Geschlecht angegeben.

Von Pinterest gelangt die Suchende auf einer Exposéseite und kann dort die Kontaktdaten eingeben. So wäre ein unmittebare Kommunikation gegeben. Mit der Anbindung an eMail Marketing Tools kann dann die automatisierte Bearbeitung folgen. Aber wir bleiben hier mal bei der Strategie mit dem Internetauftritt.

2. Was ist das Ziel der Seite?

Was soll denn passieren, wenn ein Besucher auf deiner Seite landet?

Wenn er auf einer Exposéseite landet, wäre ein Kontaktformular sehr hilfreich. Der Interessent hinterlässt seine Kontaktdaten und im Anschluss erhält er weitere Informationen zu dem Immobilien-Objekt. Bestenfalls ist ein eMail- Marketing Tool integriert, so dass die Versendung der nächsten zwei - drei eMails automatisiert erfolgt.

Der Besucher der Startseite hingegen, soll sich unmittelbar angesprochen fühlen und eine erste Orientierung erhalten. Hier bietet sich eher ein Leadmagnet an, z.B. eine Checkliste für den Verkauf oder für den Kauf einer Immobilie. Kommt ganz darauf an, ob man den Käufer oder Verkäufer ansprechen will. Auf der Startseite die einzelnen Exposés dazustellen, macht insofern nicht unbedingt Sinn.

Vielleicht ist das Ziel der Internetseite auch ein persönliches Gespräch zu vereinbaren. Es empfiehlt sich dann einen Online Terminkalender zu integrieren. Das macht es für den Besucher einfach. Er kann einen Termin buchen, wenn er und der Immobilienmakler*in Zeit hat und er kann Vorabinformationen hinterlassen, um was es ihm geht.

Webinar für Immobilienmakler*innen 

Ziel dieses Blogartikels ist, dich als Teilnehmer meines Webinars zu gewinnen: Digitale Transformation für Immobilienmakler. Das Webinar findet im Ende September statt. Durch Eintragung auf die Warteliste erhältst du sofort Information, wenn der Termin feststehst und du sicherst dir einen coolen Boni. Also: Ab auf die Liste!

Eine erfolgreiche Internetseite

Eine erfolgreiche Internetseite - das wünschen sich alle. Meist vergessen die Unternehmer*innen dabei vorab zu definieren, was der Erfolg der Seite tatsächlich ist. Der ist nämlich unterschiedlich.

Der Erfolg kann bedeuten, neue Interessenten oder Leads zu generieren. Er kann bedeuten einen Termin zu vereinbaren. er kann bedeuten, zu informieren und neue Newsletter Abonnenten zu erhalten oder, oder, oder.

Ich überarbeite gerade meinen Internetauftritt und anhand dieses Blogbeitrages wird schon deutlich, dass ein klare Zielgruppe das Überarbeiten und Schreiben erleichtert. Ich spreche die Sprache der Branche, da ich ganz konkret auf die Herausforderungen eingehe und z.B. von Immobilien-Suchportalen rede, von Frauen, die der Entscheider sind und die größte Nutzergruppe auf Pinterest ausmachen. Es ergeben sich konkrete Tipps für meine Leserschaft.


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